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Generationen-Café

 

In unserer von Digitalisierung geprägten Welt besteht die Gefahr, dass Kinder persönliche Beziehungen immer weniger bewusst pflegen, und auf den Kontakt über Handy und Internet beschränken. Oft sind Schule und Verein neben der Familie die einzigen Orte, an denen soziale Beziehungen eingegangen und unterhalten werden. Vor allem der Kontakt zur älteren Generation, den Großeltern, kommt dabei zunehmend zu kurz, da er sich oft auf ein gelegentliches Treffen am Geburtstag oder zu anderen Feierlichkeiten reduziert. Das fehlende Miteinander führt dazu, dass sich die Generationen zunehmend voneinander entfernen. Durch die fehlenden Einblicke in das Leben des jeweils anderen gehen Einsicht, Verständnis und Mitgefühl verloren. Die Schwierigkeiten der anderen Generation werden nicht mehr wahrgenommen und bleiben bedeutungslos. Die „Projektinsel“ soll diesem Prozess entgegenwirken und die Generationen einander wieder näherbringen.

 

 

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Die Sechstklässlerinnen der Realschule Sankt Hildegard engagieren sich sozial, indem sie sich in der Projektinsel mit dem Thema „Wie fühlt sich alt sein an?“ intensiv auseinandersetzen. Neben der Sensibilisierung gegenüber den alltäglichen Herausforderungen, denen sich ältere Menschen gegenübersehen, stellt auch der gegenseitige Austausch eine wichtige Säule der Projektinsel dar. In diesem Rahmen wird (jedes Jahr) ein Nachmittag für Senioren an der Realschule Sankt Hildegard gestaltet.

 

Die Begegnung von „Alt und Jung“ ist für alle Beteiligten eine wirkliche Bereicherung. Die strahlenden Augen von Senioren und Schülerinnen belegen das jedes Jahr sichtbar und eindrücklich. Darüber hinaus ist das Kennenlernen von lebendiger Geschichte und Tradition für die heutige Generation von unschätzbarem Wert, um auch künftig die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken.

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07.03.2019; 12:20:36 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 1663 mal angesehen.