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Exkursion zum Müllheizkraftwerk

müll3Am 10. Oktober hat die NWT-Gruppe der 10c des Gymnasiums das Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal besucht, um herauszufinden, wie man aus Müll Strom und Wärme, die unter anderem auch unsere Schule wärmt, machen kann. Der Abfall wird bei der Verbrennung am Ende eines langen Prozesses fast schadstofffrei entsorgt.

Hier erklären wir euch jetzt den Prozess:

Die Verbrennung startet am Anfang mit der Anlieferung des Mülls (1), der dann in den Müllbunker kommt (2), um gut durch gemischt zu werden. Mithilfe des Greifarms gelangt der Müll in den Einfülltrichter (3), von wo aus er dann in eine der beiden Brennkammern rutscht (4). Die Temperaturen betragen dort bis zu 1100°C. Die überbleibende Schlacke fällt in einen Schacht und kühlt dort ab (5,7). Sie wird danach als Füllmaterial für ein altes Salzbergwerk verwendet.
Die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, wird benutzt, um Kesseldampf zu erzeugen (8), mit dem die Turbine zur Strom- und Fernwärmeproduktion betrieben wird. Der bei der Verbrennung entstehende Staub wird in Elektrofiltern von Schwermetallen gereinigt (10). Die Rauchgase werden durch ein ausgeklügeltes chemisches Verfahren gereinigt (11). Das dabei entstehende Abwasser wird gereinigt und wiederverwendet (12). In einem weiteren Schritt werden die restlichen Farbstoffe entzogen (13). Das Gas kann somit in die Luft gelassen werden (16). Alle Schritte werden ständig überwacht.

Am Ende unserer Führung haben wir den Wärme-Zwischen-Speicher bestiegen, um eine unbezahlbare Aussicht über das gesamte Donautal zu erlangen.

Fun Fact: Es sind 142 Stufen nach oben (Wir haben sie gezählt).

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Foto und Text: Hannah Futschik, Louisa Hanselmann
MACH, MAST



11.09.2020; 17:47:37 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 1107 mal angesehen.